Taz iconTazSep 18, 2026 ~6 min source read

Zwei Frauen gegen die AfD‑Erzählung: Schwesig und Eralp als Kontrast zur „Kanzlerdämmerung“

Kersten Augustin schreibt, der Medienrhythmus produziert endlose Führungsdramatisierungen. Am Wahlsonntag könnten Manuela Schwesig in Mecklenburg‑Vorpommern und Elif Eralp in Berlin stattdessen eine andere Geschichte erzählen: progressive Bündnisse, die den Rechtsextremen die Agenda wegnehmen.

Wahlen in MV und Berlin: „Kanzlerdämmerung“ im TV? Lieber: „Zwei Engel für Germany“.

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Die Kolumne kritisiert mediale Inszenierungen um Kanzlerkrisen und das parteiinterne Chaos in der CDU als ablenkend von grundsätzlichen politischen Problemen.

Manuela Schwesig (MV) und Elif Eralp (Berlin) werden als zwei gegensätzliche, weibliche Wahlerzählungen dargestellt, die eine Alternative zur AfD bieten könnten.

Beide Kandidatinnen könnten nach den Wahlen progressive Bündnisse anführen und damit die politische Debatte von Rechtsextremen wegverlagern.

# Kontext: Mediale Dramatisierung vs. konkreter Wahlkontext

Kersten Augustin beginnt mit einer Kritik an der politischen Berichterstattung: TV‑Formate und Sondersendungen fokussieren auf Personalstreit und Skandale, statt die politischen Ursachen von Unzufriedenheit zu erklären. Als Beispiel nennt er einen Auftritt der CDU‑Funktionärin Clara von Nathusius im ARD‑Hauptstadtstudio und das Treffen im Konrad‑Adenauer‑Haus, das als Teil einer inszenierten Führungsdebatte beschrieben wird.

# Wer sind die „zwei Engel"?

Die Kolumne stellt zwei Frauen in den Mittelpunkt, die an diesem Wahltag relevant sein könnten: Manuela Schwesig in Mecklenburg‑Vorpommern und Elif Eralp in Berlin. Beide werden als Figuren porträtiert, die politischen Gegenentwürfe zur AfD anbieten und progressive Bündnisse anführen könnten.

# Manuela Schwesig: Nordische Härte, sozialpolitisches Angebot

Augustin beschreibt Schwesig als eine „eiskalte" Figur aus dem Nordosten mit einer belasteten Vorgeschichte, weil sie sich früher mit „ein paar zwielichtigen Russen eingelassen" habe. Trotz dieses Hinweises auf Kontroversen wird betont, dass Schwesig aktuell die Chance habe, mit einem klaren Kurs gegen Sozialkürzungen die Rechtsextremen zurückzudrängen und der SPD in ihrer Region neues Leben zu geben.

# Elif Eralp: Berlin, Wohnungsfrage, innerparteiliche Konflikte

Eralp wird als Kandidatin vorgestellt, die in Berlin gewinnen könnte. Ihre zentrale Herausforderung ist der Widerstand gegen Enteignungspläne und mächtige Gegner mit finanziellen Ressourcen. Zusätzlich hat sie mit innerparteilichen Spannungen zu kämpfen, die ihre Regierungsfähigkeit beeinflussen könnten. Augustin hebt hervor, dass Eralp und Schwesig gemeinsam zeigen, dass es jenseits der AfD eine politische Alternative gibt.

# Kritik an der CDU‑Inszenierung

Die Kolumne konstatiert Anarchie und Orientierungslosigkeit in der Union: Parteiinterna, mediale Verstärkung von Konflikten und eine Unklarheit darüber, wofür Union und SPD eigentlich stehen. Augustin nennt das permanente Kopf‑statt-Inhalt‑Diskutieren als Problem: Viel Personaldebatte, wenig Debatte über die Ursachen von Wählermobilisierung und politische Programme.

# Was steht auf dem Spiel am Wahlsonntag?

# Kurze Bewertung

Die Kolumne verknüpft medienkritische Beobachtungen mit einer politischen Hoffnung: zwei weibliche Führungspersonen könnten Perspektiven eröffnen, die die politische Agenda verschieben. Die Autorin empfiehlt, dem Wahlabend Aufmerksamkeit zu schenken — weniger wegen der Personaldebatten als wegen der möglichen politischen Weichenstellungen.

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