# Kontext: Mediale Dramatisierung vs. konkreter Wahlkontext
Kersten Augustin beginnt mit einer Kritik an der politischen Berichterstattung: TV‑Formate und Sondersendungen fokussieren auf Personalstreit und Skandale, statt die politischen Ursachen von Unzufriedenheit zu erklären. Als Beispiel nennt er einen Auftritt der CDU‑Funktionärin Clara von Nathusius im ARD‑Hauptstadtstudio und das Treffen im Konrad‑Adenauer‑Haus, das als Teil einer inszenierten Führungsdebatte beschrieben wird.
# Wer sind die „zwei Engel"?
Die Kolumne stellt zwei Frauen in den Mittelpunkt, die an diesem Wahltag relevant sein könnten: Manuela Schwesig in Mecklenburg‑Vorpommern und Elif Eralp in Berlin. Beide werden als Figuren porträtiert, die politischen Gegenentwürfe zur AfD anbieten und progressive Bündnisse anführen könnten.
# Manuela Schwesig: Nordische Härte, sozialpolitisches Angebot
Augustin beschreibt Schwesig als eine „eiskalte" Figur aus dem Nordosten mit einer belasteten Vorgeschichte, weil sie sich früher mit „ein paar zwielichtigen Russen eingelassen" habe. Trotz dieses Hinweises auf Kontroversen wird betont, dass Schwesig aktuell die Chance habe, mit einem klaren Kurs gegen Sozialkürzungen die Rechtsextremen zurückzudrängen und der SPD in ihrer Region neues Leben zu geben.
# Elif Eralp: Berlin, Wohnungsfrage, innerparteiliche Konflikte
Eralp wird als Kandidatin vorgestellt, die in Berlin gewinnen könnte. Ihre zentrale Herausforderung ist der Widerstand gegen Enteignungspläne und mächtige Gegner mit finanziellen Ressourcen. Zusätzlich hat sie mit innerparteilichen Spannungen zu kämpfen, die ihre Regierungsfähigkeit beeinflussen könnten. Augustin hebt hervor, dass Eralp und Schwesig gemeinsam zeigen, dass es jenseits der AfD eine politische Alternative gibt.
# Kritik an der CDU‑Inszenierung
Die Kolumne konstatiert Anarchie und Orientierungslosigkeit in der Union: Parteiinterna, mediale Verstärkung von Konflikten und eine Unklarheit darüber, wofür Union und SPD eigentlich stehen. Augustin nennt das permanente Kopf‑statt-Inhalt‑Diskutieren als Problem: Viel Personaldebatte, wenig Debatte über die Ursachen von Wählermobilisierung und politische Programme.
# Was steht auf dem Spiel am Wahlsonntag?
# Kurze Bewertung
Die Kolumne verknüpft medienkritische Beobachtungen mit einer politischen Hoffnung: zwei weibliche Führungspersonen könnten Perspektiven eröffnen, die die politische Agenda verschieben. Die Autorin empfiehlt, dem Wahlabend Aufmerksamkeit zu schenken — weniger wegen der Personaldebatten als wegen der möglichen politischen Weichenstellungen.